Informationen zur Live-Aufzeichnung in den Hörsälen

Im vergangenen Semester wurde von mir bereits eine größere Anzahl der eigenen Vorlesungen live aufgezeichnet. So konnten erste praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Relay Screen-Recording System gesammelt werden.

Nach einer sehr kurzen Eingewöhnungsphase wurde die Aufzeichnung von Veranstaltungen sehr schnell zur Routine. Aufzeichnungen werden entweder manuell zu Vorlesungsbeginn gestartet oder man nutzt das mitgelieferte "Relay Powerpoint-Addin", welches Aufzeichnungen ganz automatisch startet, wenn eine Präsentation beginnt. Wer Powerpoint nicht verwendet, kann nur die manuelle Variante nutzen.

Die Screen-Recording Technik von Techsmith ist inzwischen so sehr ausgefeilt, dass auch auf leistungsschwächeren PC-Systemen (Laptop mit Atom- oder Low-Voltage CPU) die gleichzeitige parallele Aufzeichnung gar nicht bemerkt wird.

Gleichzeitige Audioaufzeichnung

Was wäre die Bildschirmaufzeichnung eines Live-Vortrages ohne den zugehörigen Kommentar des Vortragenden ? Während man i.d.R. auf eine Videoaufzeichnung durchaus verzichten kann, sollte auf jeden Fall der O-Ton des Sprechers mit aufgezeichnet werden.

Die meisten heutigen Notebooks bringen bereits ein integriertes Mikrofon mit, welches aber nicht in jedem Fall optimale Ergebnisse liefern muss, speziell wenn der Sprecher sich von seinem Vortragsgerät weiter entfernt.  Auch werden so sämtliche Störgeräusche mit archiviert.

Bei Einsatz einer drahtlosen Mikrofon-/Verstärkeranlage kann dieses Problem teilweise wieder entschärft werden, da hier der gesamte Raum ausreichend beschallt wird - man muss es aber individuell an seinem Vortrags-PC ausprobieren.

Beispiel-1: Aufzeichnung im Hörsaal 4 der Fachhochschule Wedel

Unser Hörsaal-4

Der Hörsaal-4 der Fachhochschule ist ein kleinerer Vortragsraum, der auch bereits über eine drahtlose Mikroport-Anlage verfügt. Nutzt der Vortragende hier den drahtlosen Sender (typ. mit einem Ansteckmikrofon), so kann das Sprachsignal vielfältig abgegriffen werden, um es am PC direkt aufzeichnen. Die Ausgabe über die Verstärkeranlage ist dabei optional.

Die beste Erfahrung wurde mit einem zusätzlichen tragbaren Mikroport-Empfänger gemacht, der das Audio-Sendesignal einfach parallel zum eigentlichen Empfänger mit empfängt und dessen Ausgang dann an den Line-In Audioeingang des Vortragssystems angeschlossen ist.

TIPP: Statt der Nutzung des normalen Ansteckmikrofons (Lavalier Mikrofon), hat sich dabei der Einsatz eines unauffälligen Ear- oder Nackenbügelmikrofons am tragbaren Sender als sehr vorteilhaft erwiesen, da sonst die Neigung des Kopfes z.B. bei Tastatureingaben am Vortragssystem doch einen sehr unterschiedlichen Lautstärkepegel bei der Aufnahme erzeugen kann. 

Nachfolgend ist eine schematische Darstellung zu sehen, wie man den Sprecherton hier am Vortragssystem aufzeichnen kann:
 

Alternativ kann man in diesem Hörsaal das Audiosignal auch direkt vom Mischpult im Vortragstisch, auf dem auch das PC-System selbst abgestellt wird, abgreifen. Unsere Medieninformatik ist bei der Einrichtung dieser Variante sicher gerne behilflich oder kann andere Alternative anbieten.

Beispiel-2: Aufzeichnung im Hörsaal 2 der Fachhochschule Wedel

Unser Hörsaal-2

Der Hörsaal-2 gehört zu den größeren Hörsälen an unserer Fachhochschule, was für die reine Vorgehensweise bei einer Aufzeichnung der Veranstaltung aber zunächst einmal keine große Rolle spielt.

Jedoch ist hier die Audiotechnik (Verstärker, Mischpult) in einem separaten Wandschrank untergebracht. Der eigentliche Präsentations-PC (zur Aufzeichnung) wird hier auf dem zentralen Labortisch in der Mitte des Tafelbereichs abgestellt, da sich auch hier der Projektoranschluss (VGA-Anschluss zum Beamer) befindet.

Ein Abgreifen des Audiosignals vom vorhandenen Mikroport-Empfänger scheidet hier zunächst also aus oder man verwendet ein sehr langes Audiokabel (Stolperfalle). Entweder nutzt man also das vorhandene (integrierte) Mikrofon seines Vortragssystems in Kombination mit der Verstärkeranlage (prüfen!) oder man schließt ein separates für Raumaufnahmen optimiertes USB-Mikrofon (Tischmikrofon, ggfs. auch in eine Webcam integriert) an.

Nachfolgend sind auch hier einmal schematisch die verschiedene Möglichkeiten zur Audioaufzeichnung in diesem Hörsaal dargestellt:

In meinem Fall habe auch ich hier wieder einen zusätzlichen tragbaren Mikroport-Sender- (in Kombination mit einem Ear-Headset) und einem weiteren Empfänger genutzt.

Diese zusätzlichen Geräte sind allerdings nicht sehr zahlreich im Hause vorhanden. Auch muss dabei die im jeweiligen Hörsaal genutze Frequenz vorab dynamisch zur Veranstaltung eingestellt werden.

Auch hier kann uns bei häufiger Nutzung unsere Medieninformatik sicher wieder verbesserte (einfachere) technische Lösungen anbieten.