Unsere Ideen zur Planung der Screencast-Box
Nachdem also klassische Teleprompter-Lösung als Desktop-Monitorersatz ausscheiden, muss eine eigene Lösung erdacht werden, in die natürlich die bisherigen Recherchen mit eingeflossen sind.
Ein wesentlicher Schwachpunkt kommerzieller Teleprompter ist primär die viel zu geringe Bildschirmauflösung (typ. 800x600 Pixel) und ein zu geringe Bildschimdiagonale. Der Einsatz von Röhrenmonitoren stand zum Planungszeitpunkt auch nicht mehr zur Diskussion.
Die Basis für unser System sollte also ein handelsüblicher TFT-Monitor sein, der jedoch nur lose verbaut sein sollte, um im Bedarfsfall auch einmal ausgetauscht zu werden.
Folgende Ideenskizzen wurde dazu erdacht:'
Auf den eingezeichneten Polfiler wurde später verzichtet, auch kam eine andere (bewegliche) Webcam zu Einsatz.
Der Einsatz einer Webcam ist zunächst völlig ausreichend
Das am Ende letzlich genutzte WebCam-Modell war per Software neig- und schwenkbar ausgelegt, so dass die Sitzposition des Sprechers nicht allzu genau mittig sein muss. Durch eine integrierte stufenlose Zoom-Funktion können so auch nur wesentliche Bildauschnitte ("Portrait-Aufnahme") leicht erfasst werden.
Eingesetzt wurde dazu das Modell "Quickcam Orbit Sphere", eine von Logitech vertriebene hochwertige, aber dennoch preiswerte, PTZ-Webcam (Point-Tilt-Zoom).
Damit ist aber der vielleicht sogar parallele Einsatz einer digitalen (DV-) Videokamera nicht ausgeschlossen. Dieser Kameratyp wurde aber zunächst nicht für notwendig erachtet, da die Screencast Video-Aufnahmen in der Regel nicht in einer sonderlich hohen (HD-) Auflösung erfolgen müssen.
Aufgrund der flexiblen bauweise des Aufbaus kann die Aufnahmetechnik aber jederzeit modiziert bzw. ausgetauscht werden. Einzig die Wärmeentwicklung könnte dann zum Problem werden.
Aktuell wird der Hintergrund der Box mit einem lichtdichten schwarzen Theater-Vorhangstoff abgedeckt (Dank an unsere Medieninformatik !). Fällt nämlich nur ein wenig Licht von hinten ein, so ist dieses sofort auf dem Bildschirm zu erkennen. Aus diesem Grund ist neben im Innenraum auch die Webkamera selbst in tiefen, matten Schwarz mit gestrichen, damit sich dort nichts spiegelt - die Garantie ist damit wohl erloschen ...
Meine erste Testaufnahmen ...
Den Hintergrund des Sprecherplatzes bildet hier eine normale in Büroumgebungen verwendete, stellbare "Schallschluckwand", die uns gleichzeitig als Raumteiler dient. Die Gestaltung des Hintergrundes kann dadurch sehr flexibel gestaltet werden, in dem darüber verschiedene Wand- bzw. Vorhangstoffe (-Flächen) gelegt werden.
Selbst ein animierter Hintergrund kann mittels des "Chroma-Keying Verfahrens" erzeugt werden, erfordert dann aber eine Nachbarbeitung mit einen Video-Schnittprogramm.
Hier folgen nun einige ältere Aufnahmebeispiele:
Für das Chroma-Keying benötigt man ein entsprechend großflächiges grünes Tuch (greenscreen), dass wir zufällig mit der letzten Version der beliebten Schnittsoftware "Pinnacle Studio" von Pinnacle (jetzt Avid) erhalten.
Dieses kann im Hintergrund, dann möglichst faltenfrei und ohne Schattenbildung, aufgespannt werden. Es funktioniert aber sogar mit dem klassischen (faltigen) "Blau", obwohl das Tuch eigentlich nur als nette Hintergrunddekoration geplant war:
Die Einbindung der Videos erfolgt hier übrigens über den Hosting-Server der Firma Techsmith auf www.screencast.com.


